Die Basilarmembran liegt in der Cochlea. Bei ca 34 mm Länge hat sie an der Basis eine Breite von 0,04 mm und am Aphex eine Breite von 0,5 mm. An der Basis ist die Membran relativ straff gespannt, ihre Elastizität nimmt zum Aphex hin um den Faktor 100 zu. Auf der Basilarmembran sitzt das eigentliche Hörorgan, das Cortische Organ.
Die Bewegungen der Basilarmembran sind die unmittelbare Ursache für die Aktivierung des Transformationsprozesses in das Nervensignal.
Durch die unterschiedliche Elastizität der Bereiche der Basilarmembran werden diese Bereiche von verschiedenen charakteristischen Frequenzen (CF) maximal angeregt. Das Spektrum reicht von 20 Hz an der Basis bis hinauf zu 20 kHz am Aphex. Somit hat jeder Punkt auf der Basilarmembran eine bestimmte CF. In der Nähe der Basis, unter 500 HZ, liegen die Maxima der Hüllkurven dichter zusammen als an der Spitze. Somit ist die Frequenzauflösung bei tiefen Frequenzen größer als bei hohen.
Da die Anregung sich in Form einer Wanderwelle von der Basis zur Spitze bewegt, werden auch die Nachbarfrequenzen der spezifischen CF eines Punktes, wenn auch weniger stark, angeregt. Je größer die Amplitude des anregenden Tones, desto größer die Auslenkung der Wanderwelle und damit auch der Bereich der Basilarmembran, der durch die Auslenkung betroffen wird.
© 2005 Reinhold Greisbach (Institut für Phonetik)
JWG-Universität Frankfurt am Main
Erstellt von Benjamin Kratz, Janina Schwital, Maren Stahlberg und Kerstin Stock im Rahmen
des Seminars Grundlagen der Phonetik II im SS 04
am Institut für Phonetik der JWG-Universität Frankfurt am Main