Die Ohrtrompete (auch Eustachische Röhre) verbindet Mittelohr und Epipharynx und erlaubt so einen Austausch
der Luft in der Paukenhöhle.
Die Ohrtrompete beginnt in der Paukenhöhle und verläuft dann zunächst als Knochenkanal
schräg nach medial vorne und abwärts. Ein knorpeliger Teil, der den größten Teil der Gesamtlänge
von ca. 3-4 cm ausmacht, schließt sich daran an.
Der Tubenkorpel umschließt den Tubengang und ist nur an einer Seite vollständig ausgebildet. Auf der anderen
Seite wird der Knorpel durch Bindegewebe fortgesetzt.
Der Tubengang ist mit Schleimhaut ausgekleidet. In der Regel liegen beide Seiten des Tubenkanals aneinander.
Liegen beide Seiten des Tubenkanals aneinander sagt man :"Sein Lumen ist verschlossen"
=> es kann kein Luftaustausch mit dem Mittelohr stattfinden.
Beim Schlucken und Gähnen kontrahieren die Velumsheber => ein Luftaustausch ist möglich.
Am Ende des Gähn- oder Schluckvorgangs erschlaffen beide Velumsheber. Durch den Druck des
Umgebungsgewebes, die Elastizität des bei der Öffnung gespannten Knorpels und die Kontraktion des
M. salpingopharyngeus schließt sich die Tube wieder.
Der M. tensor tympani beginnt am oberen Abschnitt des knöchernen Teils der Ohrtrompete.
Er spannt das Trommelfell,
zieht den Hammer einwärts und versteift dadurch die Gehörknöchelchenkette.
Der 0,5 cm lange M. stapedius hat seinen Ursprung an der hinteren Paukenhöhlenwand. Seine Kontraktion verkantet den Steigbügel,
so dass er nicht mehr so stark in das ovale Fenster hineindrücken kann.
© 2005 Reinhold Greisbach (Institut für Phonetik)
JWG-Universität Frankfurt am Main
Erstellt von Benjamin Kratz, Janina Schwital, Maren Stahlberg und Kerstin Stock im Rahmen
des Seminars Grundlagen der Phonetik II im SS 04
am Institut für Phonetik der JWG-Universität Frankfurt am Main